Meine Fotografie der "Lost Places"

von Gaby Ehringshausen

 

Die Erkundung von "Lost Places" hatte mich sofort begeistert, als ich in den

Jahren um 2010 die Beelitzer Heilstätten in der Umgebung von Berlin entdeckte.

Diese, zu Beginn des 20. Jh. ursprünglich als Lungenheilstätte erbaute, Anlage

stand seit den 90ger Jahren leer. Hier entstanden meine ersten Aufnahmen zu der

Fotoserie der verlassenen Orte.

 

Die Zeit der Beelitzer Heilstätten als ein "Lost Place" sind inzwischen vorbei: Investoren

haben sich für das Gelände gefunden und neues Leben kehrt jetzt in die geschichtsträchtigen

Räume ein.

Verlassene Orte gibt es überall und es ist immer ein ganz besonderes Abenteuer, einen solchen unberührten Ort zu finden. Mittlerweile führt mich die Suche nach den verlassenen Orten auf

  Bei Aufnahmen in Schweden auf einem               Reisen durch ganz Europa.  Jedes Land bringt dabei seinen eigenen Charakter zum Ausdruck

  verlassenen Autofriedhof                                  und vermittelt seine Kultur und Geschichte.                                                                

                 

"Urban Exploration": Fotografie von "Lost Places"

Bei den Erkundungen von verlassenen Orten ist es eine Ehrensache die Unversehrtheit des Ortes zu bewahren und ganz im Sinne des

"Urban Exploration" - Mottos zu handeln: "Take nothing but photos, leave nothing but footsteps."  In diesem Sinne werden auch allgemein

die Aufnahmeorte nicht bekannt gegeben, um die Orte vor Vandalismus zu schützen.


Die Technik:

Die Fotos nehme ich in der HDR (= High Dynamic Range) - Aufnahmetechnik mit bis zu 15 Belichtungen am Stativ auf und bearbeite anschließend jedes Bild individuell mit Photoshop. Dabei entsteht ein besonderer Licht- und Farbeffekt, der die Räume wieder

neu erstrahlen läßt. Meine Intention ist es, die vergessenen Räume in den Bildern quasi wieder zu neuem Leben zu erwecken.

 

Grundsätzlich arbeite ich weitestgehend nicht mit automatisierten Prozessen, sondern bearbeite jedes Bild immer ganz individuell.

Die Räume an sich werden nicht verändert, sondern geben eine reale Situation wieder, wobei die Realität im Bild einen anderen Ausdruck

bekommt. Die Stille und Friedlichkeit der Orte, versuche ich mit einer ausgewogenen, klaren Bildkomposition zum Ausdruck bringen.


Mein Werdegang:

Nach meiner Berufsausbildung zur Fotolaborantin (damals noch in der Dunkelkammer)  und einem Kunststudium an der Hochschule

der Künste in Berlin, arbeitete ich in verschiedenen Fotoagenturen.

In meiner eigenständigen künstlerischen fotografischen Arbeit kommen nunmehr die bisherigen Tätigkeitsschwerpunkte zusammen.

 

                                                                                                                                                                                                                   

                                                        Bei der Ausstellung auf dem Weitsicht Fotofestival in Darmstadt