Motive des Kalenders "Lost Places - Verlassene Orte 2019"

Januar: Die geschwungene Wendeltreppe einer ehemaligen Schule in Brandenburg. Die preussische Sportschule

wurde 1914 erbaut. Ab 1945 wurde sie von der russischen Armee zu einem Kulturzentrum umfunktioniert. Nach

der Wiedervereinigung zogen die Truppen ab. Seit 1994 steht das Gebäude leer.

Februar: Das Interieur einer dieselelektrischen Lokomotive. Sie wurde im Stil des "Orient Express" 

wahrscheinlich in den 20ger Jahren hergestellt. Nun ist sie in Belgien auf Dauer zum Stehen gekommen.

März: In einem kleinen Dorf in Frankreich befindet sich dieses traumhafte Schloß. Es wurde um 1900 im Baustil

des Neobarock  errichtet. Bis 1970 lebte die Familie des Erbauers, ein wohlhabender Fabrikant, in dem Schloß.

Seit 1980 hat sich keine Nutzung mehr gefunden.

April: Dieses außergewöhnliche Monument der Geschichte wurde als ein Denkmal der sozialistischen Bewegung in Bulgarien errichtet. Es wurde erst im Jahre 1981 eingeweiht und so konnte es nur acht Jahre bis zum Niedergang der kommunistischen Regierung 1989 genutzt werden. Über 60 bulgarische Künstler kamen einst zusammen, um die Mosaiken von Karl Marx und bulgarischen Obrigkeiten anzufertigen.


Mai: Die einstige Villa eines Arztes in Deutschland beherbergt noch einen seltenen Steinweg - Flügel.

Juni: Im Piemont in Italien entdeckten wir diesen alten Palazzo mit einer aufwendigen Deckenbemalung.

Juli: Seit langer Zeit haben in diesem Bus keine Gäste mehr Platz genommen. In einem Waldstück in Belgien wurden Autos abgestellt, die nun langsam von der Natur erobert werden.

August: Ein sonniger Tag in den Beelitzer Heilstätten in Brandenburg. Dieser Raum wurde als Waschsaal genutzt. Die Wände, einschließlich der Kuppel, sind  durchgehend mit Kacheln besetzt. An den Kacheln konnte der Wasserdampf ungehindert abperlen.

September: Dieses mächtige Braunkohlekraftwerk in Sachsen wurde um 1940 erstmals in Betrieb genommen.

Hier wurde einst Braunkohle rund um  die Uhr in drei Arbbeitsschichten zu Strom verwandelt. Seit Eintreten

der Wende stehen die Turbinen nunmehr still.

Oktober: Die Geschichte dieses Palazzos in der Toskana geht auf das 18. Jh. zurück. Ein italienischer

Graf nutze die Villa einst als Sommerresidenz.

November: Die zum Anfang des 20. Jhdrts. im Jugendstil erbaute Villa in Brandenburg diente  zu DDR – Zeiten

als Hautklinik. Die jüdische Familie, der das Objekt gehörte, wurde zur Zeit des Nationalsozialismus enteignet. Nach der  Rückübereignung war die Villa leider schon zu verfallen, um wieder aufgebaut zu werden.

Dezember: Diese Kapelle gehört zu dem, im Oktober beschriebenen, Palazzo in der Toskana.